Forschung

Forschungsschwerpunkte
Soziolinguistik
Schriftlinguistik
Visuelle Kommunikation
Textdesign
Linguistische Diskursanalyse
Spracheinstellungs- und Sprachideologieforschung
Geschichte und Theorie der Sprachkritik
Abgeschlossene Projekte
PilotprojektKommunikative Professionalisierung in der Flüchtlingshilfe. Eine ethnographische Pilotstudie zu Bedarfen, Positionierungen und Praktiken in einem Wiener Projekt
Im Mittelpunkt dieses explorativen Forschungsprojekts steht eine der derzeit drängendsten Fragen der Sozialen Arbeit: die Professionalisierung der Hilfsleistungen für geflüchtete Personen. Das Projekt exploriert in einer Wiener Beratungsstelle ethnographisch, was Professionalität (die hier handlungstheoretisch als [auch] kommunikative Handlungsfähigkeit und -potenz verstanden wird) für die in diesem Feld beteiligten Akteur*innen bedeutet, wie man versucht, sie kommunikativ herzustellen bzw. zu sichern, wie sie von den verschiedenen involvierten Personen mit diversen sozialen Hintergründen rezipiert wird und wo in diesem Zusammenhang (insbesondere sprach- und kommunikationsbezogene) Probleme gesehen werden bzw. Konflikte entstehen.
Ziel des Projekts ist eine Systematisierung und Problematisierung empirischer Daten, die während einer intensiven Begleitung der Arbeitsabläufe in der Beratungsstelle erhoben werden. Damit sollen die Ergebnisse der Untersuchungen im Rahmen dieses Projekts Problemfelder und Aufgaben identifizieren und eine Basis für eine weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Feld in Form möglichst präzise beschriebener Forschungsdesiderata liefern.
ProjektleitungJürgen Spitzmüller, Brigitta Busch
ProjektmitarbeiterJonas Hassemer
FinanzierungArbeiterkammer Wien, Kulturabteilung der Stadt Wien
LaufzeitNovember 2016 – März 2017
Abschlussbericht
[Abschlussbericht: <http://www.ds.uzh.ch/spitzmueller/docs/Abschlussbericht_Kommunikative Professionalisierung.pdf>].
Qualifikationsprojekte
Habilitation
Titel Graphische Variation als soziale Praxis. Eine soziolinguistische Theorie skripturaler Sichtbarkeit.
Abstract Das Projekt untersucht die sozialen Funktionen von Variationsphänomenen auf graphisch-skripturaler Ebene (Verschriftung, Graphetik, Typographie). Es will einerseits die vornehmlich zeichentheoretisch und stilistisch ausgerichtete Forschung zu multimodaler Kommunikation um dezidiert (interpretativ-)soziolinguistische Zugänge erweitern, andererseits aber auch der traditionell sehr alltagsgesprächsfixierten Soziolinguistik den Gegenstandsbereich des everyday writing und der dort üblichen skriptural-graphischen Variationspraxis eröffnen, zumal diese in der Alltagskommunikation eine immer wichtigere Rolle spielt.
Die Habilitationsschrift diskutiert kommunikationstheoretische Implikationen, die eine sprachwissenschaftliche Hinwendung zur skripturalen Visualität und Materialität mit sich bringen, präsentiert methodische und konzeptuelle Vorschläge zur soziolinguistischen Analyse graphischer Variation und exemplifiziert das Phänomen u.a. anhand graphisch-visueller Identitätsarbeit, Ideologien und Genrekonstitution.
Ausführlichere Zusammenfassung (PDF)
Status Abgeschlossen (eingereicht am 21. März 2012 bei der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich; angenommen im November 2012; publiziert im September 2013 bei de Gruyter, Berlin).
Publikation
Dissertation
Titel Metasprachdiskurse. Einstellungen zu Anglizismen und ihre wissenschaftliche Rezeption.
Betreuer Prof. Dr. Jürgen Schiewe (Freiburg i.Br., jetzt Greifswald)
Abstract Die Dissertation untersucht die Gründe für die divergierenden Einstellungen zu Sprachwandelphänomenen in der sprachinteressierten Öffentlichkeit und in der Sprachwissenschaft am Beispiel des Diskurses zu Anglizismen im Zeitraum 1990–2001. Im Mittelpunkt steht die qualitative und quantitative Analyse eines selbst erstellten, umfangreichen Korpus mit Mediendokumenten (Zeitungsartikeln, Zeitschriftenartikeln, Radio- und Fernsehsendungen) und wissenschaftlichen Publikationen zum Thema mithilfe der Methoden der epistemologisch ausgerichteten Linguistischen Diskursanalyse (Mentalitätengeschichte, Schlagwortanalyse, Metaphernanalyse, Toposanalyse).
Ausführlichere Zusammenfassung (PDF)
Status Abgeschlossen (eingereicht im September 2003 bei der Philologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; angenommen im Februar 2004 [Prädikat: summa cum laude]; publiziert im Juni 2005 bei de Gruyter, Berlin).
Publikation
Projektkooperationen
Seit Januar 2016 Kooperationspartner im SNF-Projekt What's up, Switzerland? Sprache, Individualität, Ideologie in der mobilen Kommunikation, Universitäten Zürich, Neuchâtel, Bern, Leipzig (Projektleitung: Elisabeth Stark).
Projektseite
Seit November 2014 Kooperationspartner im Themenbereich Multimodalität im Sparkling-Science-Projekt My Literacies. Zugänge zu Schriftlichkeit im Kontext von Multimodalität und Mehrsprachigkeit aus Sicht von Kindern, Universität Wien, Institut für Sprachwissenschaft (Projektleitung: Nadja Kerschhofer-Puhalo).
Projektseite
April 2006 bis März 2009 Mitglied im externen Beirat des JSPS-geförderten Projektes Medienlinguistik deutsch/japanisch kontrastiv (Projektleitung: Manabu Watanabe/​Noriko Okamoto/​Masahiko Koga, Tokio).